Vacansoleil – DCM-Team beim Amstel Gold Race (WT) farblos

Vacansoleil – DCM kann die Erwartungen im eigenen Land nicht erfüllen

Valkenburg, 15.04.2012


Vacansoleil – DCM kann die Erwartungen im eigenen Land nicht erfüllen

Mit hohen Erwartungen war Vacansoleil-DCM in das Amstel Gold Race gegangen, aber das Team von Teammanager Michel Cornelisse konnte letztendlich diese Erwartungen nicht erfüllen. Das Fehlen von Björn Leukemans scheint für die Mannschaft, die im Monat zuvor so erfolgreich war, eine Zäsur zu sein. Allerdings bleibt für eine lange Phase der Enttäuschung wenig Zeit. Mit dem bereits am Mittwoch stattfindenden Flèche Wallone gibt es eine gute Gelegenhait, das Formtief zu durchschreiten.

Die Aufgabe von Wout Poels war der erste Rückschlag auf den Straßen Limburgs. ‘Ich bin am Morgen mit einem unwohlen Gefühl im Bauch aufgewacht’, so der 24-fährige Fahrer aus Blitterswijck. ‘Einmal auf dem Rad, meldete sich mein Magen fortwährend mit Schmerzen, aber irgendwann glaubte ich, ich hätte es überwunden. Doch nach 190 Kilometern war es endgültig vorbei. Mit Blick auf die anstehenden Rennen quälte ich mich nicht weiter und beendete das Rennen.’ Die nächsten Tage müssen zeigen, wie sich der Gesundheitszustand weiter entwickelt, bis dahin gibt sich Poels kämpferisch für den Flèche Wallone am kommenden Mittwoch.

‘Es war sicher nicht das, was wir erhofft hattent’, stellt Cornelisse nüchtern fest. ‘Insbesondere nach unseren Anfangserfolgen bei Paris-Nizza und Tirreno-Adriatico waren die Erwartungen hoch. Aber auf hohen Bergen weht starker Wind, und das ist heute offen zutage getreten. Vielleicht ein guter Moment, um einmal richtig aufgerüttelt zu werden. Man sollte gar nicht lange drum herum reden: es war nicht gut’.

Auch der verantwortliche Teammanager Daan Luijckx war in der Bewertung des niederländischen Klassikers eindeutig. Durch den Ausfall von Leukemans und seiner Knieoperation wurde alle Last auf sehr junge Schultern gelegt. ‘Unsere Fahrer waren zu unerfahren, um im Rennen entscheidende Beiträge zu leisten. Damit ging das Licht aus. Das ist keine Schande. Derlei Rennen muss man häufiger gefahren sein, um seine Leistung richtig zeigen zu können, und unsere Fahrer sollten öfter im Finale von Rennen an sich arbeiten können. Solche Schritte müssen wir unbedingt machen, aber das ist ein normaler Prozess,’ sagte Luijckx.

Am Ende war Johnny Hoogerland der beste Fahrer von Vacansoleil – DCM. Das sagt bereits genug über die Mannschaft, denn auch Hoogerland war die halbe Woche krank. ‘Am Mittwoch hatte ich noch keinen Cent um mein Rennen gegeben’, so Hoogerland, der einem Wimpernschlag zu spät an den Keutenberg kam, um beim Finale dabei zu sein.‘Wunder gibt es nicht. Es war heute für mich einfach nicht mehr drin. Eigentlich lief es deutlich besser, als ich zuvor zu hoffen gewagt hatte.‘

 

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